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30.10.2017, 11:19 Uhr | Überschrift: Verein, Interview: NWZ Ammerland Übersicht | Druckansicht
`Lachende Kinder e.V.´ feiert zehnjähriges Jubiläum
Interview aus der NWZ Ammerland


Sie helfen Familien mit wenig Geld ein Stück weit so zu leben wie andere auch. Jörg Brunßen, Vorsitzende des Edewechter Vereins Lachende Kinder, berichtet über ehrenamtliche Sozialarbeit.

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Schultüten als Geschenk: Mitglieder des Vereins „Lachende Kinder“ (links knieend Vereinsvorsitzender Jörg Brunßen) packen alljährlich zu Schulbeginn bunte Tüten mit Schulmaterialien und Süßigkeiten, damit bedürftige Mädchen und Jungen genauso eingeschult
Edewecht - Frage: Seit vielen Jahren engagieren sich Ihre Vereinsmitglieder und Sie für „Lachende Kinder“ in Edewecht. Haben Mädchen und Jungen in der Gemeinde Edewecht wenig zu lachen? Brunßen: Den meisten Kindern geht es grundsätzlich gut. Es gibt aber einige Kinder und Jugendliche, denen es nicht so gut geht. Eltern sind arbeitslos, ein Elternteil ist krank oder verstorben. Einige Kinder sind selbst sehr krank und andere Kinder aus Edewecht leben sogar in staatlichen Einrichtungen. Frage: Woher bekommen Sie die Informationen über bedürftige Kinder? Brunßen: Wir arbeiten sehr eng und erfolgreich mit Kerstin Borm vom Edewechter Familienbüro zusammen. Alle Vorschläge von Schulen und Kindergärten werden vorab auf Bedürftigkeit überprüft. Manchmal bekommen wir auch Vorschläge vom Jugendamt oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Frage: Wie helfen Sie den Familien? Brunßen: Vorab: Wir zahlen niemals Geld direkt an Familien, Eltern und Kinder aus. Das ist Grundprinzip unseres Vereins. Unsere Hilfe sieht unterschiedlich aus. Unsere Paten kaufen Weihnachtsgeschenke für Kinder, die sonst sehr wenig bis gar nichts bekommen würden. Ferner unterstützen wir jährlich Kinder mit Schulmaterialien beim Schulstart. Manchmal zahlen wir den Beitrag für den Sportverein, besondere Therapien oder den Beitrag für ein Kinderzeltlager. Es kommt auch vor, dass wir Kindern neue Schuhe besorgen müssen. Frage: Wer unterstützt Sie als Verein? Brunßen: Unsere Vorstandsmitglieder und Vereinsmitglieder sind sehr aktiv als Paten. Der Zusammenhalt ist außerordentlich – einfach klasse. Außerdem sind wir unheimlich dankbar, dass uns so viele Unternehmen, private Spender und Mitglieder finanziell unterstützen. In diesem Herbst wird unser Verein zehn Jahre alt. Insgesamt konnten wir schon mit über 100 000 Euro sehr viel bewegen und helfen. Frage: : Edewecht war Vorreiter für die Wunschbaumaktionen. Wird so etwas auch dieses Jahr vom Verein „Lachende Kinder“ und der Gemeinde angeboten? Brunßen: Natürlich. Der Wunschbaum wird wieder Ende November im Edewechter Rathaus stehen. Wir sind sehr glücklich darüber, dass aus einer Idee von Dorothee Winterhoff, einer ehemaligen Mitarbeiterin der Sozialstation, und Kerstin Borm vom Edewechter Familienbüro so etwas Großes geworden ist. Frage: Was planen Sie als nächstes? Brunßen: In den kommenden Tagen werden wir unser 10-jähriges Bestehen mit Kindern der Grundschule Osterscheps feiern. Wir haben für die Schepser Grundschüler eine Aufführung des Männeken-Theaters aus Hengstforde organisiert. Neben der Wunschbaumaktion im Dezember werden unsere Paten in der Adventszeit wieder 30 bis 40 Kindern und Jugendliche aufsuchen und nach besonderen Weihnachtswünschen fragen und diese, falls möglich, erfüllen. Zusätzlich werden wir dieses Jahr wieder das Waisenhaus in Varel unterstützen. Dort leben auch Edewechter Kinder und Jugendliche, die ganz besonders unsere Hilfe benötigen. Das Interview führte Doris Grove-Mittwede, NWZ Ammerland

aktualisiert von Jörg Brunßen, 30.12.2017, 11:23 Uhr


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